Sonntag, 30. März 2014

Frühlingsjäckchen Knit Along 2014 - Zweiter Zwischenstand

Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und neue Motivation zur Zeitumstellung auf die Sommerzeit - so der heutige Titel.

Zuerst einmal muss ich mit ein wenig Bedauern fest stellen, dass mein Pullunder-Projekt mit dem ich diesen Knit Along begonnen habe, zunächst einmal auf eine etwas grössere Strickerfahrung meinerseits warten muss, bevor es zu Ende gestellt werden kann. 

Sollte es an dieser Stelle jemanden unter Euch geben, der Angostura von Ysolda Teague bereits gestrickt hat oder mit Leichtigkeit stricken wird, macht mich diejenige sehr glücklich, ihre Erfahrungen mit mir zu teilen.

Von meinem Wechsel auf ein anderes Projekt habe ich hier schon mal berichtet. Es lief mir über den Weg, hat mich mit seinem Charme und dem Flair der vergangenen Modeepoche sofort begeistert und mich über den vorerst-Pullunder-Verzicht hinweg getröstet. Es ist wieder kein Jäckchen, sonder ein Frühlingspullover - hat jedoch, wie seine grossen Schwestern, die Jacken - sogar einige wenige Knöpfe.



Es macht sehr viel Spass zu stricken, ist genau das Richtige für mich in Puncto Übersichtlichkeit und Herausforderung. Ich kann auf meiner Basis etwas schaffen und lerne noch viel dazu. Gestrickt wird glatt rechts, im Wechsel mit einem Streifen kleinem Perlmuster. Dabei wechseln auch die Farben.


Und tadaa: das Rückenteil ist geschafft, das Vorderteil ist mir jetzt so richtig schön geläufig. Ein bischen sieht man, dass ich im Vorderteil schon viel gleichmässiger und auch ein wenig fester stricke. Ich hoffe, dies wird mir nicht beim Zusammennähen zum Verhängnis.


Eine Herausforderung für mich ist die Formgebung, also Arm-, Halsausschnitte und die Schultern. Ganz besonders beim Abketten der Schultern sieht man, dass hier nicht gerade Eleganz und Grazie die Szene beherrschen. Ich habe ganz simpel abgekettet - ein wenig nach Vermutung und nach meinem Aufriss, den ich mir gemacht hatte, da es keine so ganz genaue Anleitung gibt (Die Frau von damals verstand wohl vom Stricken um einiges mehr als ich heute - und dass obwohl auch ich den obligatorischen Schal zur Klassenfahrt gestrickt habe!). Sollte ich beim Vorderteil mit verkürzten Reihen und/oder Abketten arbeiten? 




Ich freue mich auf den vorderen Ausschnitt und hoffe, er gelingt mir. Er sieht toll aus und ich denke, dass er gut zu mir passt. 
Also dieser kleine Pullover begeistert mich so enorm, dass ich in meinem Kopf schon eine komplette Garderobe um ihn herum gebaut habe. Eine erste 'Probe'hose soll es bald dazu in einem Stoff geben, der bereits gewaschen bei mir zu Haus liegt (Bald heisst bei mir wahrscheinlich Mai, wenn alles gut läuft...). Aber mal ehrlich - Vorfreude ist doch mit das Beste beim selber machen oder? Egal ob die Pläne am Ende nun aufgehen, sich anderweitig entwickeln oder eben auch nicht aufgehen.

Vor den Ärmeln geht mir ja so ein bischen die Muffe. Habe ich sie exakt gezeichnet? Gelingt mir ein formgerechtes Abketten? Passen sie am Ende in die Ausschnitte? Ich werde es sehen.
Auch das Behäkeln der Kanten mit einer Festmaschenreihe ist mir irgendwie noch unklar. Das sollte ich an einem Probestück vorher noch mal üben.

Wie läuft es bei Euch? Bei Meike sieht es trotz ihrer Zweifel super schön aus! Gibt es noch ein paar Strickanfänger mit Startschwierigkeiten und halb fertigen Strickteilen oder ausschliesslich Profis mit Zweitjäckchen? Ich bin total gespannt.

Verstrickte Grüsse
Heike

Stricknotizen

Mittwoch, 19. März 2014

mmm* 05 - grau


Heute bin ich grau. Genau wie die Wolken. Irgendwie schieben sie sich nicht fort und heute Morgen war es noch recht frisch. Schöne Frische, belebend, aber frisch. Aus diesem Grund gibt es heut von mir nix, was nach Frühling schreit, sondern einen Mantel.

Es ist kein superdicker Wintermantel, aber eben kein Frühlingskleid. Da der Mantel eine geradlinige Silhouette hat und er für mich eher klassisch modern ist, griff ich heut nach langer (echt langer) Zeit mal wieder zu engen Hosen. Ungewohnt. Trage ich doch in der letzten Zeit eher wieder etwas weiter geschnittenen Hosen oder eben selbst genähte Röcke und Kleider. Ob die engen Hosen und ich noch mal Freunde werden?


Den Mantel habe ich nach diesem Schnitt von Garconne genäht. Ich wollte ihn beim damaligen Sew Along nähen, habe mich aber zu der Zeit doch noch nicht ganz an das Thema Bloggen und mmm rangetraut.

Das Nähen ging relativ einfach, Walk ist echt dankbar beim versäubern. Lediglich die Stofflagen können lästig dick werden. Ich habe dann noch ein Futter eingefügt, was für mich nicht ganz einfach war ohne Anleitung. Aber irgendwie hab ich es dann hin gewurschtelt. Unten am Saumeck sieht man dann auch ein bischen das Gewurschtel. 

Darunter hab ich - das kennt ihr bereits - meinen simplen, aber gut kombinierbaren Pulli. Grau ;-)














Und just in diesem Moment schiebt sich die Sonne ein wenig durch die Wolken. Na dann, vielleicht morgen Frühling? Auf jeden Fall schwebt mir für den diesjährigen Frühling/Sommer eine Kleine Kollektion in meinem Kopfkleiderschrank herum. Kombinierbar. Hose. Rock. Jacke. Hemd. Wenn alles gut geht Strickpulli. Hm allein das darüber nachdenken macht doch schon Spass.

Was ihr so vorhabt oder auch schon umgesetzt ist, das sehe ich mir heute Abend hier an, wo heute Meike in einem wundervollen Frühlings-Winterstoff-Kirschen-Kleid unterwegs ist.

Dienstag, 18. März 2014

Mustergültiger Zwischenbericht...

Schwer verliebt in ein Muster, habe ich einen Neuanfang gewagt. Ich bin so einigen Eurer guten Tips mal nachgegangen und habe unter anderem ein wenig im Netz geforscht, ob sich nicht doch etwas Anfänger geeigneteres finden lässt, was ich am Ende auch gern tragen mag. 

Lucy hatte mich noch mal auf Drops aufmerksam gemacht und mir dabei ein neues Suchwort, nämlich 'Top' statt Pullunder angeraten. Da haben sich noch einmal ganz andere Modelle aufgetan. Vielen Dank dafür!

Schwer erwischt hat es mich dann jedoch auf tichiro.net. Ein grossartiger Blog, auf dem unter anderem (ich habe ihn noch nicht ganz zu Ende entdeckt...), ähnlich wie bei Couturette, Strickmodelle aus alten Zeiten eingestellt sind. Toll, dass sich viele solche Mühe machen, um andere daran Teil haben zu lassen! 

Unter vielen spannenden und schönen Modellen, stach mir dieses gleich ins Auge und liess mich nicht mehr los:

Modell 805 aus Schwanen-Wolle, Heft 34.


Irgendwie schlicht, mit raffiniertem Vorderteil-Auschnitt, trotzdem abwechslungsreich mit den Streifen. Na, und die 30/40er Jahre sprechen mich textiltechnisch ohnehin an. Bei näherem Hinsehen und gefühlten 37-maligem Durchlesen der sehr kurz gehaltenen Beschreibung, habe ich beschlossen, einfach eine Strickprobe zu machen. 


Das hat mich total angefixt. Wolle hatte ich im Lager. Die sollte eigentlich mal für ein anderes Projekt sein... Ein Baumwoll-Poly-Gemisch. Leider ist Baumwolle nicht so elastisch und spleisst oft so auf - besonders im Vergleich zu der Wolle aus meinem Pullunder-Warteschleifen-Projekt, aber sie lässt sich vielleicht auch mal in der Maschine waschen (?)und trägt sich angenehm auf der Haut (hoffe ich). Die Grundfarbe ist ein Blaugrau und die Streifen werden ein Cremeweiss.

Mit Einverständnis (UND später noch einem Tutorial!) von Tina (Tichiro) bin ich in mein neues Wagnis gestartet.

Erst einmal habe ich einen Aufriss nach den angegebenen Maßen gemacht. Gut, dass ich meine gute alte Marabu-Zeichenschiene noch nicht aus ihren Diensten entlassen habe. Dann habe ich anhand der Strickprobe die Zentimeter in Maschen umgerechnet. Die angegebene Maße des Modells decken sich auch recht gut mit meinen Körpermaßen, sonst hätte ich mich vielleicht doch nicht getraut. Einzig hoffe ich, dass ich die Zunahmen richtig gerechnet habe. Vor den Armausschnitten und den Armkugeln habe ich noch ein wenig Bammel. Erst mal bis dahin kommen, dann sehe ich weiter.


Das angefangene Durchstricken meines neuen Standart-Strick-Buchs kam mir schon zu Gute, denn das Perlmuster kannte ich zuvor nur vom anschmachten. Die Streifen - bei mir in weiss - werden in einem kleinen Perlmuster gestrickt. Ich finde es herrlich altmodisch und bin erstaunt, dass es selbst auf drei Reihen schon einen so schönen Effekt erzielt.


Ich hoffe also, dass ich trotz Projektwechsel noch beim Knitalong dabei sein kann und nicht ein weiteres Mal an meiner Unkenntnis scheitern werde.


Erster Hoffnungsträger. ;-) 

Sonntag, 9. März 2014

Frühlingsjäckchen Knit Along 2014 *03

Die Strickt doch wohl nicht richtig...

Erster Zwischenstand - Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen - so heisst der heute Titel des diesjährigen Knit Alongs, zu dem uns Meike von crafteln mit wunderschönem Frühlings-Grün eingeladen hat und begleitet.

Erfolge oder Probleme? - fragt sie. Beides würde ich sagen. Es kommt wohl auf den Betrachtungswinkel an. Grins.

Seit meinem letzten Beitrag hat sich an meinem eigentlichen Vorhaben leider nicht viel geändert, ausser, dass ich noch mal geribbelt habe und dabei so einiges vermurkst ist. Ribbeln, Maschen auffangen, herunter gefallenes im Muster wieder aufheben - das zählt wohl eindeutig (noch) nicht zu meinen Stärken...

Ich war mir von Anfang an bewusst, dass es ein Risiko ist Teil zu nehmen an dem Knit Along, da ich ja nicht sehr gut stricken kann, aber ich wollte es so gern versuchen. Leider hat sich nun heraus gestellt, dass ich mir ein für mich kein sehr geeignetes Projekt ausgesucht habe. Aus meiner Unkenntnis habe ich das wohl falsch eingeschätzt. Für erfahrene StrickerInnen sicherlich kein Problem - für mich aber schon. In der berliner Mittwochs-Sprechstunde, die wirklich sehr sympathisch und gemütlich ist, habe ich meine Befürchtungen bestätigt gefunden: die Anleitung ist einfach ein Happen zu kompliziert für mich! 

So habe ich mich zu meinem Geburtstag beschenken lassen mit einem ganz wundervollen Strick-Standardwerk (z.B. von hier: Stricken - das Standardwerk von Topps). Vergleiche habe ich keine, so dass ich es eigentlich gar nicht beurteilen kann, aber ich als Anfängerin finde es ziemlich gut beschrieben. Zusätzlich gibt es eine DVD auf der man weniger nachvollziehbares in Ton oder Film ansehen kann.

Ich stricke mich jetzt so lang durch dieses Standardwerk, bis ich mir eine Lösung für mein eigentliches Musterproblem meines sehnsüchtig gewünschten Pullunders erstrickt habe. So ist jedenfalls mein Plan. 

Ich war für meine Zeitkapazitäten recht fleissig und habe tatsächlich bei Null begonnen. Hier habe ich einen einfachen Kreuzanschlag, glatt rechts, glatt links, kraus rechts und kraus links gestrickt. Die Abschlusskante habe ich jeweils rechts und links im Muster abgekettet. Dabei kann ich schon mal feststellen, dass die kraus gestrickten Reihen bei gleicher Maschen- und Reihenanzahl breiter und höher ausfallen, als die glatt gestrickten. Eine Erkenntnis, die ich für spätere Projekte im Kopf behalten werde. Ausserdem denke ich da an die von Meike empfohlene Maschenprobe!




Soweit so gut - das entspricht so ungefähr meinem Repertoire. Hier habe ich neue Methoden ausprobiert:
Angeschlagen habe ich wieder mit einem einfachen Kreuzanschlag. Die erste Reihe wird links gestrickt, dann 5 Reihen rechts. Das Ganze wird dann mittels einer Hilfsnadel zu einem Tunnel gestrickt. Sieht schön schlicht aus. Allerdings werde ich beim nächsten Mal mit zwei Nadeln anschlagen, dann lässt es sich deutlich einfacher einstechen. Die Seiten habe ich im Kettrand gestrickt, was mir sehr gefällt. Abgekettet habe ich elastisch mit Umschlag.




Hier habe ich mit einem doppelten Kreuzanschlag begonnen. Dieser eignet sich wohl sehr für Bündchen. Dann folgt ein Rippenmuster, glatt rechts, ein kleines Perlmuster und ein grosses Perlmuster. Noch nie zuvor gemacht. Toll. Man muss aber sehr konzentriert dabei sein. 





Gleichmässiges Abnehmen und Zunehmen mit links und rechts geneigten Maschen. Abgekettet habe ich mit einem Zierrand: Picot. Das sieht bei mir eher unschön aus, da sich das Strickstück ziemlich weitet und wellt. Auch mit mehr Abstand zwischen den aufgestrickten Maschen.




Sogar an Knoten und Noppen habe ich mich probiert. Sehen bei mir bis auf die flachen Knoten) nicht ganz so gleichmässig aus. Unten ein Bündchen aus Perlmuster, oben links abgekettet.
Hey - und jetzt kommen Zöpfe! Nach rechts und nach links verzopft. Mit Hilfsnadel. Geht auch ohne, aber das ist mir zu gefährlich - wegen der Gefahr, welche zu verlieren...




Komme ich da meinem Pullunder-Muster-Prinzip vielleicht näher???

Gestern habe ich mich im Verzopfen einzelner Maschen versucht. Leider bin ich gescheitert, da ich noch nicht ganz hinter das Prinzip gestiegen bin. Und jetzt ein Kritikpunkt einer Anfängerin zum Buch: ausgerechnet dazu gibt es leider kein Tutorial. Vielleicht weil das Prinzip dem allgemeinen Zopfen gleicht? Ich bleibe aber dran. Vielleicht löst sich an genau dieser Stelle mein Problem der unbekannten, englisch beschriebenen Strickweise meines Sehnsuchts-Pullunders.

Liebe Meike - ich kann wohl an dieser Stelle mit Gewissheit vermuten, dass mein Pullunder nicht wie vorgesehen im Zeitrahmen dieses Knit Alongs fertig wird. Vielleicht ist es aber für andere AnfängerInnen ganz ermutigend, dass man trotz Schwierigkeiten und noch keinem hohen Kenntnisstand weiter machen kann. Mein Weg ist eben nicht geradlinig, sondern verschlungene. Und eventuell kommt man ganz nebenbei trotzdem ans Ziel. Ich kann jedenfalls nur sagen, dass es mir trotz meiner Enttäuschung vorerst keinen Pulllunder in den Händen halten zu können grossen Spass macht, das Stricken zu lernen, mich langsam heranzutasten, die Möglichkeiten zu erkunden und ein Verständnis für verschiedene Möglichkeiten zu bekommen, aus nur einem einzigen Faden eine ganze Fläche zu zaubern. Ihr/Du müsst mir da jetzt ehrlich sagen, ob ich noch weiterhin meine Berichte verlinken darf oder eher aussteigen sollte, weil es voraussichtlich erst einmal keinen Pullunder gibt, sonder lediglich Erkenntnisse, die andere wahrscheinlich schon lang ihr Eigen nennen können.

Ich schaue jetzt gespannt, was bei Euch so los ist. Hoffentlich werde ich jetzt nicht doch noch traurig...



Sollte jemand zufällig das gleiche Modell ohne Schwierigkeiten stricken und Lust haben, ihre/seine Kenntnisse mit mir zu teilen, dann wäre ich überglücklich, wenn sich der jemand bei mir meldet.  
Verstrickte Grüsse
Heike

Mittwoch, 26. Februar 2014

mmm *04 - frühling lässt sein blaues band...

Ein neuer Rock hat Einzug gehalten in meinen Kleiderschrank. Auch ich habe mich, wie Susa, Sandra und auch Wiebke mit ihren tollen Versionen an dem Modell 105 aus der Burda Style 02/2014 probiert.

Der Stoff, ein Leinenstoff als Reststück von Karsta*t (man könnte meinen, ich kaufe ausschliesslich dort!)gefällt mir in der Struktur und Farbe sehr gut. Auch der Stand passt zum Schnitt. Natürlich habe ich trotz Markierung das vordere Rockteil falsch herum eingesetzt - also linke Seite aussen - aber die Faltung noch einmal aufzutrennen hatte ich keine grosse Lust. Man sieht's nicht. 

Einzig, was die Fotos nach erstem Tragen zu tage fördern, ist das Leinen bekanntlich extrem knittert... Man sieht's. Tschuldigung. Hier also nicht frisch gebügelt, sonder frisch aus dem Alltag.





Ein wenig schwer getan habe ich mich bei den 'Ecken' der Passe. Diese muss man nähen, einschneiden und dann erst weiter nähen. Ausserdem sollte sie schon irgendwie auf die Falte treffen - da hab ich ganz schön getrennfrickelt. Nun weiss ich es.
Auch der letzten Pupsel vom Reissverschluss wollte nicht so, wie ich... Verbesserungstips? 

 

Zudem habe ich leider das Innenfutter (Danke, Wiebke für den wertvollen Tip, kein flutschiges Dreh-Futter zu verwenden!)zu straff an den Oberstoff genäht, bzw. abgesteppt. Das hat zur Folge, dass sich hinten der Oberstoff (weiches Leinen...) unschön ausbeult. Ich denke, ich werde mir noch mal die Mühe machen, es aufzutrennen und neu zu vernähen. Vielleicht hätte ich es doch per Hand einnähen sollen? Die Strecke war soo lang...




Ich glaube aber, dass ich meinen neuen Rock mag und kann vom ersten Premiere-Tragen berichten, dass er auch sehr bequem ist. Ausserdem hat er Taschen. Ja, richtig, ich habe sie diesmal nicht vergessen. Sind etwas tief, durch die hohe Passe und sperren ein wenig, aber ich kann darin mal 'nen Stift oder das Händi, den Nuckel, die Steinsammlung, 'nen benutztes Taschentuch und vieles mehr unterbringen.


                              

Ich geh mir jetzt mal 'nen Flutsch-Unterrock kaufen (komme nicht zum nähen), da sich meine Rockteile immer zwischen meinen bestrumpfhosten Beinen und dem Mantel verwurschteln. 

Ich bin sehr gespannt auf Eure Beiträge, die uns heute Lucy in wunderschönem Schwarz präsentiert.

Mittwoch, 19. Februar 2014

mmm *03 - Taillenpresse II

Da ich letzte Woche krank war, habe ich den mmm schlichtweg 'verpasst'. Dafür diesmal wieder dabei.

Während einige von Euch in Bielefeld gemeinsam dem inneren Nähnerd frönten, habe ich mich zu Hause an eine weitere Version von Mc Call's 6503 gemacht.
Der blaue Baumwoll-Hemden-Stoff (Rest von Karst*dt...)reichte gerade so und schien mir auch in Hinblick auf Sommer-Tragbarkeit als der Richtige. Auch hatte ich so im Sinn, dass es nicht schwer werden würde, ein Kleid nach einem bereits angepassten Schnittmuster und Erst-Kleid-Näherfahrungen anzufertigen. Pah.

Bei der ersten Version hier sieht man, dass ich die Taille sehr knapp gemacht habe. Dies wollte ich bei diesem Kleid etwas regulieren. Lustig. Dabei habe ich die ganze Zeit an Marja denken müssen, die meine zu knappe 'Taillenpasse' versehentlich in eine 'Taillenpresse' umbenannt hatte. Ich  habe mich köstlich amüsiert darüber. Und was soll ich sagen? Ich habe es geschafft, besagte Passe tatsächlich in eine Presse zu verwandeln, indem ich sie - ich weiss nicht wann, ich weiss nicht warum! - an der falschen Stelle geschnitten habe! Es ist mir noch immer ein Rätsel. Ich habe ausgelassen, was ich konnte - bis auf den letzten Millimeter!

            

Damit ist die Dramatik aber noch nicht ausgestanden. Bei meiner Anprobe, bei der ich nun leider kaum noch ein Atemzug tun konnte, stand im Spiegel vor mir eine Frau im Kleidchen. Ein Kleid, was ungesäumt deutlich oberhalb des Knies endete. Ich hatte die erste Version beim Zuschnitt länger gelassen und dann durch Abstecken auf eine mir in Strumpfhosen angenehme Wohlfühllänge gekürzt. Das hatte ich vergessen und wohl auch nicht in meinem so schön angepassten Schnittmuster notiert.

Nun komme ich mir irgendwie merkwürdig vor, wenn ein Kleid einen gefühlt kürzeren Rockanteil im Bezug zum Oberteil hat. Wisst ihr was ich meine? 
Mein Mann sagte - meinen ersten Schock tröstend: 'meine Beine seien doch ganz schön, so dass es doch gar nicht so schlimm wäre, dass der Rock nun so kurz sei'. Das fand ich echt rührend!
Trotzdem hab ich mir aus dem letzten Rest noch einen Streifen abgeschnitten - später erst festgestellt, dass die Fadenrichtung natürlich nicht stimmt - und ihn angenäht. Sieht ein bischen merkwürdig aus. Fühlt es sich so besser an? Ich glaub schon.


Aber jetzt mal im Ganzen:
  

 

Hier noch mal die Knöpfe aus Blaugrauem Perlmutt - vom Schneidersitz, ein ganz wunderbarer Laden mit tausendundeinem Schächtelchen voller Knöpfe und mehr.



Natürlich wird das Ganze für Draussen noch entsprechend mit Schal und Strickjacke verpackt. So bin ich heute über die Messe getigert - nur hatte ich flachere Stiefelbotten an. 



Liebe Frau Kirsche, ich schliesse mich gern an, ebenfalls unvernünftig in einem dünnen Baumwoll-Kleidchen. Und ja, ich bin diejenige, die diesen wunderschönen schnitt B5951 noch nicht genäht hat.
Ich geh dann jetzt mal gucken, was sonst noch so los ist.

Sonntag, 16. Februar 2014

Frühlingsjäckchen Knit Along 2014 *02

Frühlingsjäckchen Knit Along 2014 - Jetzt geht's richtig los!

16. Februar  - Wahl des Strickmusters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen

Ich habe sehr viele schöne und spannende Vorhaben beim ersten Treffen entdecken können. Dennoch bleibe ich bei dem meinen. Zur Erinnerung: es ist Angostura von Ysolda Teague. Und stricken tu ich mit einer wunderbar weichen pinken Wolle.
Da es ein Pullunder ist, sind die Flächen bei meiner Grösse relativ überschaubar im Vergleich zu anderen Projekten mit Ärmeln oder gar ein Kleid. Mit ein Grund, weshalb ich mich dafür entschieden habe. Ich kann nämlich noch nicht sehr gut stricken. Und genau da liegt auch der Hase im Pfeffer begraben. Grins. 

Ich habe in meinem letzten Post zum Thema von meinen Schwierigkeiten berichtet und genau an dieser Stelle stehe ich noch immer. Zwischendurch hatte ich viel Arbeit und viel krank und ein Geburtstagsnähprojekt, was es mir auch nicht leichter gemacht hat, mich um die Erweiterung meiner Strickkenntnisse angemessen zu kümmern. 
Ich danke Euch im Übrigen für Eure lieben Kommentare und die konstruktiven Ratschläge zu meinem Strickprojekt.

Einige Versuche, das Muster als Probe zu stricken habe ich dennoch unternommen. Zigfach geribbelt... Ich komme immer gut voran mit dem - ich nenne es mal - Grundmuster, den zierlichen Linien - so sie denn geradlinig hoch laufen. Wenn diese jedoch beginnen, sich zu kreuzen, läuft bei mir einiges nicht ganz richtig. Immer wieder, egal wie oft ich die Beschreibungen der Maschen in der Anleitung oder diverse Tutorials im Netzt studiere: es sieht irgendwie verknubbelt aus. So, als würde ich die Maschen nicht korrekt drehen.



Ich gebe aber trotzdem noch nicht auf! Ich möcht's nämlich haben und vor allem verstehen. Es dauert halt einfach nur ein bischen. Ich werde noch mal in den Laden gehen, in dem ich die Wolle gekauft habe und mir erste Schritte hab zeigen lassen. Leider macht sie keine Individualberatung per Bezahlung mehr, aber ich werde mein Glück versuchen.

Ich bin gespannt, wie es bei den Anderen läuft und was es da alles bereits zu sehen gibt. Bei unserer Gastgeberin Meike habe ich bereits geschmult - die Muster sehen traumhaft aus! - und werde mir ihre Tips noch mal zu Herzen nehmen.

Verstrickte Grüsse
Heike