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Mittwoch, 29. November 2017

WKSA 2017 - Treffen N°2 - Stoff und Schnitt

Du meine Güte - Du meine Güte! Bereits am 12.Nov.2017 war es Schwarz auf Weiss zu lesen: es ist soweit - das gemeinsame Weihnachtskleid-Nähen steht vor der Tür! Dieses Jahr mit Claudia, Katharina und Nina! Tausend Dank, dass wir bei Euch mitnähmen können!

Der Weihnachtskleid Sew Along 2017 - Die Termine: 

  • 19.11.2017 Wir haben so viele Ideen!
  • 26.11.2017 Ich habe mich entschieden und sogar bereits Stoff
  • 10.12.2017 Wir sind neugierig und uns interessiert euer Zwischenstand
  • 23.12.2017 Das große Finale!

19.11.2017 Wir haben so viele Ideen!

Ideen und Wünsche gibt es wie immer sehr viele und sie fliegen - auch wie immer - diffus und unstrukturiert durch meinen Kopf...

Um nicht noch den ganzen Sew Along zu verpassen, beschränke ich mich auf eine Idee! Sollte ich diese wider Erwarten, durch glückliche Umstände lang vor dem Krippenspiel fertig haben, kann ich ja immer noch in meinem Kopf nachsehen, welcher Wunsch gerade vorbei schwebt...

Die liebe Wiebke, ihres Zeichens unvergleichliche Stoffaufspürerin, schickte einmal ein paar Fotos wunderschöner Stöffchen in die Runde und weckte Begehrlichkeiten! Mich hatte sie sofort am Haken bei diesem Stoff:


Er ist von Stoffemöller, nicht ganz billig, aber sein Design hat mich augenblicklich in den Bann gezogen.

Es gibt für mich zwei Möglichkeiten: ein Fische-Kleid würde ich extrem cool finden. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich so viel Coolness gewachsen bin und habe die Befürchtung, dass die Fische nicht oft mit nach draussen dürfen. 
Eine andere Möglichkeit: eine Fische-Bluse. Hier können die nicht ganz unauffälligen Fische mit einem ruhigen, einfarbigen Rock (oder einer Hose) schwimmen. Ist mir das Ganze noch immer zu auffällig, strickt die Frau sich einen Pullunder oder näht eine Weste mitsamt Krawatte oder ein Jaquette oder... ;)

Einen Schnitt hätte ich wohl auch schon parat - besser eine Schnittpaarung:
Melilot und Bruyere von Deer & Doe habe ich vereint, da mir unterschiedliche Details an beiden Schnitten gut gefallen. Beide habe ich schon jeweils für sich genäht und habe dabei festgestellt, dass ich am Melilot den gerundeten Kragen, die verdeckte Knopfleiste und die lässig umspielte, aber Figur nahe Taille mag und am Bruyere die klassischen Ärmel. Die überschrittenen Ärmel der Melilot-Bluse machen bei mir leider komisch beulige Sachen entlang der Schulternaht und ich finde sie deshalb an mir nicht so hübsch.



Links die Verlängerung des Ärmels und die Übernahme der nicht überschnittenen Schulterkugel.

Rechts die Anpassung des Armlochs mit Unterstützung, damit das am Ende auch wirklich zusammen passt.

Also, kurz und knackig, schnell noch nachgereicht, möchte ich natürlich gern mit Euch gemeinsam nähen!





Sonntag, 14. Februar 2016

an einem Sonntag - Männersache

Mein Geburtstagsgeschenk für meinen Liebsten ist nun endlich fertig. Zu krank zum Stricken ist echt richtig blöd! So ist es jetzt leider mit ein wenig Verspätung fertig geworden. In der nächsten Woche soll es jedoch noch mal etwas kühler werden, so dass das Geschenk vielleicht noch mal Ausgang findet. Dann  wird es den Praxistest überstehen müssen. Ist es wirklich weich genug? Ist der Schal etwas zu dick um den Hals? 

Schön aussehen tut er jedenfalls und ich habe mich schon ganz uneigennützig zum Testtragen angeboten. Hehe.

 

Hier gibt es Strickanleitung nebst Wolle und Nadel im Set zu kaufen und wird äusserst schnell verschickt. Das Muster besticht durch seinen schlichten Charme und ist (wenn man wach genug ist und auch ausreichend Licht hat) einfach gestrickt. Zumindest wenn man seine Logik einschaltet und das Grundmuster nicht wie beschrieben im drei-Reihen-Rhythmus versucht zu stricken. Das hab ich Blödchen erst mal gar nicht verstanden, dass die Angabe zur dritten Reihe eigentlich Reihe 1 ist. 

 


Das Garn ist ein Traum!! Es ist so weich und fügsam, dass es eine wahre Freude ist beim Stricken. Es gleitet sanft über die Nadeln, ich hätte noch drei weitere Meter stricken können.

Apropos Länge. Mir fehlen rund 20 cm, entgegen den Angaben in der Anleitung, was ich sehr bedauerlich finde. Wo die sind? Keine Ahnung. Hab 10 Mal nachgeprüft, ob ich die richtige Maschenanzahl angeschlagen hab und überlegt, woran es noch liegen könnte. Hab ich so locker gestrickt, dass bei dem dicken Garn ein so extremer Unterschied entsteht? So etwas finde ich als Anfängerin immer sehr irritierend. Demnach musste ich auch abschätzen, ab wann ich das zweite Bündchen anfange zu stricken, um noch ausreichend Fadenlänge zu haben. Also er passt gerade einmal herum um meinen Liebsten, somit bleibt es wie es ist, ansonsten hätte ich wohl noch mal nachfragen oder gar nachbestellen müssen.

Gelernt habe ich, wie man kraus rechts wieder hoch strickt, wenn man Reihen später kleine Müdigkeitsfehler entdeckt, die sich bei dem sehr schlichten Muster auch sehr deutlich abbilden.  
Auch das Anknüpfen eines neuen Knäuels habe ich diesmal relativ sauber hinbekommen. Allerdings hoffe ich, dass es hält. Ich habe den neuen Anschluss-Faden ca. 7 bis 10cm durch das Ende vom alten Knäul mit einer Stopfnadel gezogen und etwas ausgedünnt. Das nächste Mal werde ich auf Nummer Sicher gehen und nach dieser Methode anknüpfen. Das erscheint mir durch die Verschlaufung noch sicherer zu sein. Wie macht ihr das mit dem Anknüpfen - besonders bei dünneren Garnen? 


                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Fehler fallen gelassen und wieder hoch gestrickt. Sieht man gar nicht, oder? 

Alles in Allem ein wunderschönes Stück, was ich gern gefertigt und gern an den lieben Menschen an meiner Seite verschenkt habe. Er steht ihm sehr gut.

Und was sonst noch? Am gestrigen Tag habe ich gleich zwei Glücksgriffe getätigt, die mir den nervigen Samstagseinkauf sehr versüsst haben.

Ich habe mir die neueste Burda gekauft, weil mich das Titelbild-Kleid irgendwie angesprochen hat. Und was hat es mich dann gefreut, bei K*rstadt zwei schöne Viskose-Stoffe zu finden, bei dem einer der beiden hervorragend zu diesem Schnitt passen könnte. Vielleicht pause ich heut Nachmittag den Schnitt ab. Dabei werde ich versuchen zu ignorieren, dass hier mindestens 7 angefangene schöne Stücke herumlungern, die auf ihre Vollendung warten. Der andere Stoff soll ein weiteres Crepe Colette werden.

 
Neue Ausgabe der Burda Style 3/2016 - zwei Viskose-Stoffe, der klein gemusterte soll das Burda Kleid werden.

Was mir an dem Burda-Schnitt gefällt, sind die feinen Details wie die Paspeltaschen (vor denen ich mich allerdings ein wenig fürchte) und auch die breite Saumkante und die Falten am Halsausschnitt. Ich bin gespannt.

Ich wünsche Euch einen schönen Valentinstag! Und schaue mich jetzt mal gemütlich beim Summer Shawl Knit Along bei Wollig und Stofffix um.


Sonntag, 30. November 2014

WKSA 2014 - teil 2 und 3

Oh, so ein schönes Schnittmuster wird da genäht, ich entscheide mich schnell um / Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden und bleibe dabei / Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell / Schnitt kopieren, zuschneiden, wer sagt eigentlich, dass Nähen Spaß macht?

und...

Ich bin in Stimmung, erste Nähte sind gemacht!  / Endlich hab ich angefangen / Probemodell sitzt einigermaßen, ich kann den richtigen Stoff zuschneiden / Ich bin ein Streber und nähe jetzt mein zweites Weihnachtskleid / Plätzchenessen ist doch irgendwie auch Nähen, oder? Ja, genau!

Ich habe mich noch nicht durch alle Ideen zu den vielen wunderschönen Weihnachtskleid-Vorhaben 2014 lesen können - dazu fehlt im Moment ein wenig die Zeit. Also alles nach und nach. Aber ich glaube, das ist auch besser für mich, denn wo ich auch rein schaue: ein Vorhaben schöner als das andere! So toll, Eure Gedankengänge, Wünsche und Inspirationen zu Euren Vorhaben zu erfahren. Und da ich ja selber schon drei Alternativen im Kopf habe, die ich gern nähen möchte oder mir als mein persönliches Weihnachtskleid/-Ensemble vorstellen könnte, sollte ich mich wohl besser nicht der Gefahr zu vieler Inspirationen auszusetzen.

Um an meinen letzten Post anzuknüpfen: der Jupe Anemone ist bestellt und auf dem Wege zu mir - das wäre sozusagen mein schneller Rettungsanker - falls hier gar nichts mehr klappen sollte. Ich könnte mir vorstellen, noch einmal meinen Mantelstoff nachzukaufen und eine Wintervariante des Rockes zu nähen. Dann hätte ich zusammen mit meinem Mäntelchen ein festliches Ensemble. Ist aber eher mein Joker.

Die Schnittmuster von Rock und Bluse aus der Burda 02/2013 liegen ebenfalls schon hier - hatte jedoch noch keine Zeit zum Kopieren.

Hat also das umgemodelte Butterick 5846 Schnittmuster zum 30er Tea-Dress, welches auch mein Stoffwechselkleid wird, vorerst die Nase vorn. 
Ich hab gedacht, ich erzähle hier ein wenig über die Änderungen und Anpassungen die ich bisher zusammen mit dem Fräulein B - meiner Nähkursleiterin - gemacht habe, quasi als Gedächtnisstütze für mich, da dies ja wohl meine Vorarbeit zu meinem Weihnachtskleid sein wird.

. Rockteil: habe die kurze Variante + 10 cm gewählt. Im hinteren Rockteil werden die Falten im Schnittteil eingelegt, da sollen keine hin. Das Ganze noch mal kopieren.

. Rückenteil: auch hier die Falten im Schnittteil einlegen, denn ich möchte bei dieser Variante hinten keine Falten haben. Die Passe wird dran geklebt und das Ganze dann noch mal kopiert. Stehenden Kragen im Nacken ergänzen (haha, das macht Fräulein B - und ich lerne). Hinteren Beleg basteln. 

. Vorderteil: hier werde ich im Bruch zuschneiden. Die Knopfleiste wird umgemodelt, sie soll ja in eine vordere Mitte mit V-Ausschnitt umgewandelt werden, der dann zum Nacken hin in einem kleinen stehenden Kragen mündet. Das ist ein wenig Tüftelei. PS - alles inklusive Nahtzugabe. Den Unterarm-Punkt nehmen wir als untersten Punkt des Ausschnitts (lerne ganz viel!). Vorderen Beleg basteln.





















. vorderes Rockteil: die Falten des oberen Vorderteils werden nun auf das vordere Rockteil übertragen. Dazu die Abstände der Falten auf das Schnittteil übertragen, an dieser Stelle in ganzer Länge aufschneiden, und um die gewünschte Faltentiefe (Hier 4cm) parallel verbreitern. So können später die Falten eingelegt werden und dann ca. 12 cm in der Länge abgesteppt werden.


 

.Ärmel: wird 3/4 lang - ist ja ein Herbststoffwechselkleid.

Rauf auf den Stoff und Anschneiden.




















Nach der ersten Anprobe wird schnell klar: Oberteil kürzen ca. 2cm und die Falten im Vorderteil entsprechend länger absteppen. Vorn ist das Oberteil noch immer zu lang - hinten ist es gut, der Rock hängt also schief, von der Seite gesehen.

Nach der nächsten Anprobe: Ärmel-Graus! Die Schulter ist viel zu breit und der Ärmel zu stark angekräuselt und zudem noch einem Fledermaus-Ärmel ähnlich! Sieht aus wie eine Keule an mir. Das gesamte Oberteil wirkt an mir eher sackig. Im Ärmel-Form ändern bin ich nicht bewandert und lasse mir helfen (ihr wisst - Fräulein B).





. Ärmel: ca. 4 cm (!) aus der Breite herausnehmen. Den Ärmel selbst nach oben hin ein wenig schmaler absteppen. So verringert sich auch die Kräuselung. Puh.


 

Alle Änderungen auf die Schnittteile übertragen - sonst wird das Weihnachtskleid nüscht.

Ich hab noch nicht mehr zu bieten. Für mich ist das aber schon ein relativ grosser Aufwand, bei wenig verbleibender Zeit und somit sehr viel Erreichtes. Und meine Freude ist gross, da mit all diesen Änderungen mein Herbst-Stoffwechsel-Kleid (so gut wie) fertig geworden ist und nun als erste Probe für eine Weihnachtsvariante dient. Wer mag, kann mal hier schauen.

Zudem habe ich tatsächlich mit den Kindern gestern Kekse backen können, was ein unheimlicher Spass war, die ich den Tag über vernasche ;)

Ich hoffe also, ich komme heute Abend dazu, den Stoffwechsel und das dritte Treffen der Weihnachtskleider in spe anschauen zu können - vielleicht nach den letzten Bastelarbeiten für die Adventskalender (ja, die auch noch - haha!).
Ich bin jedenfalls gespannt: wie geht es Euch beim weihnachtlichen Selbst-Benähen und wie weit seid ihr?

Freitag, 10. Januar 2014

Juchuu - der Weihnachtsmann war da!

Ich habe bereits beim Öffnen unseres Briefkastens den Namen Eva Dress auf dem grossen, unscheinbar braunem Umschlag gesehen, was mein Herz mit sofortiger Wirkung zum Hüpfen brachte. 
Mein Liebster erwähnte schon zu Weihnachten etwas von wegen verspätetem Geschenk trotz rechtzeitiger Bestellung und so... aber das?! Aaach, wie schön...

Tatsächlich prangte ein kleiner knallgrüner Aufkleber auf eben diesem Umschlag - mit aller Wahrscheinlichkeit liess er auch bei der Zollbehörde in Hamburg die Herzen hüpfen. Nun, so leid es mit tut, dieser besonders schöne 'Weihnachtsmann' war eben für mich bestimmt!



Tja, und wie das so ist, habe ich dafür natürlich keinen passenden Stoff im Lager. Weder für die traumhafte Bluse, bei der ich mich schon auf die langen Manschetten (vielleicht aus Jersey - zum Anschoppen?) und die vielen zauberhaften Knöpfchen freue, noch für das wunderschöne Kleid, welches ja förmlich nach Weihnachtskleid 2014 zu rufen scheint. Ich kann es mir jedoch auch in einer farblich frisch, geblümten Sommervariante vorstellen. Geblümt. Wobei wir schon beim nächsten Thema gelandet sind.

Blumen und Muster habe ich bisher eigentlich nur bei Anderen angeschmachtet - bis auf, wir wissen es, zarte Streifen auf burgunderfarbenem Grund. Und wie ich so - mit dem wundervollen Weihnachtsgeschenk meiner lieben Schwester - durch das Ideenland des Kaufhaus des W*stens streife, fällt mir folgender wildgemusterter, nicht ganz so teurer Stoff ins Auge und ruft: ach, nimm mich doch mit.


Nein. sage ich, drehe ab und rede mir gut zu: Dit is doch nüscht für Dich. Doch! rief er zurück, quer durch den Laden. Ich könnte einen ganz schlichten Schnitt vertragen. Vielleicht einen Hemdblusenkleidschnitt oder etwas ähnliches, jedenfalls schmales. Mit Deinen schwarzen Stiefeln und einer wunderschönes schwarzen, selbst gestrickten (hahahaha - lacht da die blutige Strickanfängerin in mir) Jacke. Tja, da isser nun. Und warten bereits gewaschen auf seinen Schnitt.

Ihr seht: zwei Schnitte ohne Stoff, ein Stoff noch ohne Schnitt, wilde Muster, ersehnte Blümchen und irgendwelchen wirren Strickträume, so geht es hier im neuen Jahr hoffentlich munter weiter.

Ich bin schon gespannt, was ihr so ausheckt.