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Sonntag, 24. Januar 2016

Und was sonst so?

In der letzten Jahreshälfte habe ich nicht viel von dem dokumentiert, was ich gemacht habe. Meine persönliche Verfassung war (und ist es zum Teil jetzt noch) nicht gerade blogtauglich. Auch die wenige Zeit hat es mir schwer gemacht Texte und Fotos zu erstellen. Ich möchte das aber gern ein wenig ändern. Also einfach irgendwie los.

Das hier viel Angefangenes herum liegt, hatte ich ja bereits erwähnt...
Unter Anderem hängt ein angefangener Mantel auf der Püppi. Ich habe schon gewusst, dass ich es nicht schaffen werde, beim Mantel Sew Along 2015 von Lucy Nahtzugabe und Frau Dreikah mit zu halten und habe mich daher dort auch nicht verlinkt. Anschauen lohnt sich aber in jedem Fall: dort gab es wie immer eine Menge tolle Inspirationen, Ideen, Stoffe, Schnitte, Tipps und Tricks und natürlich am Ende auch Umsetzungen. 

Ich wollte mir dieses Mal einen rock- und kleidertauglichen Mantel nähen, also sollte er nach unten hin ausgestellt sein. Taille darf er aber ruhig haben. :) Verliebt hatte ich mich in einen Mantel, den ich irgendwann einmal bei Pinterest entdeckt hatte. Leider habe ich die Quelle verloren, wenn ich sie wieder finde, werde ich sie nachtragen. Die Kragenlösung ist jedenfalls ganz meins: halb Revers - halb Stehkragen. Und dann diese wundervollen Kellerfalten im Vorderteil! 

Als Schnittmuster-Grundlage habe ich Mc Call's 6800 verwendet. Hier gibt es nämlich beide Kragenvarianten, die ich dann mit Hilfe des Fräulein B gemixt habe. Eine Kellerfalte habe ich ebenfalls eingefügt. Die Taschenklappen werde ich zur Zierde aufnähen. Bei mir gibt es Nahttaschen.

Leider habe ich den Saumzuschlag im Vorderteil vergessen als ich geschnitten hab... Er ist also ein wenig zu kurz. Ich habe mich geärgert, denn vielleicht wird er mit meinen meist Midi langen Röcken zu kurz sein? Ich werde es sehen.

Das Ausgestellte im unteren Teil ist so weit, dass momentan die beiden hübschen Kellerfalten nur zu erahnen sind. Ob ich da noch mal Weite heraus nehme?

.Der angefangene Mantel. Neben unserer kleinen Biergartenbank. Im Sommer steht sie auf unserem Handtuch grossen Balkon. Im Winter darf sie rein :)

 
.Kragenmix. Der muss unbedingt noch ordentlich ausgebügelt werden...


.Ich mag daran den etwas strengen look.


.Das Bügeln dieses wunderschönen weichen, Aubergine farbigen Wollstoffs ist allerdings nicht leicht... Trotz viel Dampf und viel heiss... Schön ist das noch nicht gerade.

Stand der Dinge ist: ich muss das zugeschnittene Futter noch zusammen nähen - eine Bärks-Aufgabe. Mag ich nicht: den gleichen Mantel ein zweites Mal nähen und dann noch reinfriemeln... Ausserdem sieht das Schnittmuster keinen rückwärtigen Beleg für den Futtermantel vor. Das finde ich nicht so schön und möchte daher noch einen basteln. Eine Paspel hätte ich natürlich ach noch gern...

Na dann.

Euch wünsche ich noch einen gemütlichen Sonntag!


Mittwoch, 19. Februar 2014

mmm *03 - Taillenpresse II

Da ich letzte Woche krank war, habe ich den mmm schlichtweg 'verpasst'. Dafür diesmal wieder dabei.

Während einige von Euch in Bielefeld gemeinsam dem inneren Nähnerd frönten, habe ich mich zu Hause an eine weitere Version von Mc Call's 6503 gemacht.
Der blaue Baumwoll-Hemden-Stoff (Rest von Karst*dt...)reichte gerade so und schien mir auch in Hinblick auf Sommer-Tragbarkeit als der Richtige. Auch hatte ich so im Sinn, dass es nicht schwer werden würde, ein Kleid nach einem bereits angepassten Schnittmuster und Erst-Kleid-Näherfahrungen anzufertigen. Pah.

Bei der ersten Version hier sieht man, dass ich die Taille sehr knapp gemacht habe. Dies wollte ich bei diesem Kleid etwas regulieren. Lustig. Dabei habe ich die ganze Zeit an Marja denken müssen, die meine zu knappe 'Taillenpasse' versehentlich in eine 'Taillenpresse' umbenannt hatte. Ich  habe mich köstlich amüsiert darüber. Und was soll ich sagen? Ich habe es geschafft, besagte Passe tatsächlich in eine Presse zu verwandeln, indem ich sie - ich weiss nicht wann, ich weiss nicht warum! - an der falschen Stelle geschnitten habe! Es ist mir noch immer ein Rätsel. Ich habe ausgelassen, was ich konnte - bis auf den letzten Millimeter!

            

Damit ist die Dramatik aber noch nicht ausgestanden. Bei meiner Anprobe, bei der ich nun leider kaum noch ein Atemzug tun konnte, stand im Spiegel vor mir eine Frau im Kleidchen. Ein Kleid, was ungesäumt deutlich oberhalb des Knies endete. Ich hatte die erste Version beim Zuschnitt länger gelassen und dann durch Abstecken auf eine mir in Strumpfhosen angenehme Wohlfühllänge gekürzt. Das hatte ich vergessen und wohl auch nicht in meinem so schön angepassten Schnittmuster notiert.

Nun komme ich mir irgendwie merkwürdig vor, wenn ein Kleid einen gefühlt kürzeren Rockanteil im Bezug zum Oberteil hat. Wisst ihr was ich meine? 
Mein Mann sagte - meinen ersten Schock tröstend: 'meine Beine seien doch ganz schön, so dass es doch gar nicht so schlimm wäre, dass der Rock nun so kurz sei'. Das fand ich echt rührend!
Trotzdem hab ich mir aus dem letzten Rest noch einen Streifen abgeschnitten - später erst festgestellt, dass die Fadenrichtung natürlich nicht stimmt - und ihn angenäht. Sieht ein bischen merkwürdig aus. Fühlt es sich so besser an? Ich glaub schon.


Aber jetzt mal im Ganzen:
  

 

Hier noch mal die Knöpfe aus Blaugrauem Perlmutt - vom Schneidersitz, ein ganz wunderbarer Laden mit tausendundeinem Schächtelchen voller Knöpfe und mehr.



Natürlich wird das Ganze für Draussen noch entsprechend mit Schal und Strickjacke verpackt. So bin ich heute über die Messe getigert - nur hatte ich flachere Stiefelbotten an. 



Liebe Frau Kirsche, ich schliesse mich gern an, ebenfalls unvernünftig in einem dünnen Baumwoll-Kleidchen. Und ja, ich bin diejenige, die diesen wunderschönen schnitt B5951 noch nicht genäht hat.
Ich geh dann jetzt mal gucken, was sonst noch so los ist.